CNC-Langdrehen

Ursprünglich aus der Uhrenindustrie kommend, ist das CNC-Langdrehen eine Unterart des Zerspanens. Anders als beim konventionellen Drehen werden hauptsächlich lange, schlanke Drehteile hergestellt, die entweder aus Stangenmaterial oder Draht gefertigt sind.

Ein weiterer Unterschied zum herkömmlichen CNC-Drehen ist die Art wie das Material bearbeitet wird. Beim Langdrehen wird das Rohmaterial durch eine starre aber hochgenaue Führungsbuchse axial bewegt. Da das Werkzeug fest steht muss die Hauptspindel und damit das Werkstück den Vorschub als auch die Schnittgeschwindigkeit übernehmen.

Vorteile des Langdrehens

Aufgrund des Zerspanens immer nahe an der Führungsbuchse wird ein Wegdrücken des Material verhindert und die Genauigkeit auch bei langen Teilen bleibt immer gewährleistet. Deshalb können beim Langdrehen sehr lange und präzise Durchmesser gedreht werden, die so beim konventionellen CNC-Drehen nicht möglich wären.

Darüber hinaus können sehr harte Materialien verarbeitet werden, da der Abstand zwischen Werkzeug und Führung relativ gering ausfällt und damit lange Vorschübe mit tiefen Spanabhüben und engen Toleranzen erlaubt.

Zusätzliche Vorteile des Langdrehens sind:

  • verringerte Schwingungen
  • hohe Präzision
  • weniger Verschleiß

Einschränkungen des Langdrehens

Technologisch ist das Langdrehen je nach Maschinentyp auf maximale Durchmesser beschränkt. Außerdem muss die Kontur in einem Durchgang zerspant werden, da ein zweiter Durchgang ein Zurückfahren des Stangenmaterials erfordern würde, was technisch nicht möglich ist.

Präzise Drehteile für die Automobilindustrie

Als TS 16949:2009 zertifizierter Automobilzulieferer drehen wir auf unseren Langdrehautomaten Komponenten mit komplexen Oberflächendesigns für Antriebskomponenten. Zusammen mit unseren Systemkunden haben wir das Langdrehen in Verbindung mit dem anschließenden Profil-Walzen optimiert und somit neuartige Produkte im Automobilbereich entwickelt.